Zeta Tauri, M 1 & vdB 47 vdB 47 mit Zeta Tauri und Messier 1 im Stier
Kommentar: (Messier 1) In historischen Berichten des Jahres 1054 ist von einer hellen Leuchterscheinung zu lesen. Was die Menschen damals beobachten konnten, war der seltene Fall einer Supernova in unserer Galaxis. Ein Ereignis, das im Schnitt nur ein bis zweimal im Jahrhundert in der Milchstraße vorkommt. Im 18. Jahrhundert wurde schließlich der Überrest der Explosion in Form eines Nebels entdeckt. Bis heute hat sich das als Krebsnebel (Messier 1) bezeichnete Objekt soweit ausgedehnt, dass er uns in einer Winkelausdehnung von 6' x 4' erscheint. Bei einer Enfernung von rund 6300 Lichtjahren entspricht das etwa 11 x 7 Lichtjahren. Die Geschwindigkeit mit der er sich ausdehnt beträgt rund 1500 km/s.

(van den Bergh 47) Denkt man an südöstliche Ende des Stier kommt einem natürlich der berühmte Krebsnebel M 1 in den Sinn. Doch er steht dort eigentlich nicht alleine. Nördlich des Sterns Zeta Tauri und nur 1,5° von M 1 entfernt, findet man nämlich auch den Reflexionsnebel van den Bergh 47 (Sh2-243, LBN 830), der den K1Ib-Stern HD 37387 umgibt. Dabei handelt es sich folglich um einen orangefarbenen Überriesen, der dem Nebel auch seine Farbe verleiht. Aus seiner Parallaxe des GAIA DR 2 von 0,5759 Millibogensekunden folgt seine Entfernung zu ca. 5700 Lichtjahren, was im Wesentlichen auch die Entfernung des Nebels sein müsste.

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