

Mars 2005 - Eine Zusammenfassung
Mars hat genau wie die Erde zwei Polkappen, die bei einer Achsneigung von 24,9° von der Erde aus gut zu beobachten sind. Leider ist die Nordpolkappe immer nur bei einer Opposition zu sehen, die während dem Aphel des Mars stattfindet. Daher ist es stets einfacher die südliche Polkappe zu erkunden, da diese immer bei einer Perihel-Opposition zu sehen ist.
Bei den Oppositionen 2003 und 2005 war die südliche Polkappe optimal sichtbar. In den kommenden Jahren wird sich der Oppositionstermin so verschieben, dass die nördliche Eiskappe wieder gut sichtbar wird. Die Polkappen bestehen zum größten Teil aus CO2 mit einem geringen Anteil an Wasser.
Die Südliche Polkappe
Mars am 26.06.2003 bzw. 07.12.2003
Während der Perihel-Opposition 2005 war auf der Südhalbkugel des Mars Sommer. In Folge dessen schmolz die Polkappe stark ab. Bei voller Ausdehnung erstreckt sich das bedeckte Areal bis in Breiten von 60° bis 70°! Während des Mars-Sommers schmilzt sie soweit ab, dass ihre Ausdehnung nur noch wenige Breitengrade beträgt. Das sublimierte Material verteilt sich in der Atmosphäre und ist für das Auftreten von Wolken verantwortlich.
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Mars am 8. August 2006. Aufgenommen mit einem Celestron C11.
Über ein Monat später, im August 2005, war die Polkappe schon deutlich abgeschmolzen, wie eine Aufnahme vom 5. August zeigt. Auch auf Novus Mons (recht neben der Polkappe) ist scheinbar nicht mehr viel Material übrig. Der blaue Dunst im Norden tritt etwas deutlicher hervor.
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Mars am 17. August. Es zeigen sich erste Wolken im Norden.
Auf Bildern vom 17. August zeigten sich nun endlich die ersten blauweißen Wolken in der nördlichen Polarregion. Sie waren bereits sehr ausgedehnt und erreichten eine Breite von bis zu +45°. Die Wolken bedecken zu einem großen Teil das Gebiet Aetheria.
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Eine orographische Wolke über Arsia Mons am 28. August 2006.
Die erste Sichtung einer orographischen Wolke gelang mir am 28. August. Diese Wolken entstehen durch den Einfluss des Untergrundes auf die Luftströmung. Berge oder Gebirge sorgen für aufwärts gerichtete Luftbewegungen. Beim Aufgleiten kühlt sich die Luft unter die Taupunktstemperatur ab, Wolkenbildung setzt ein.
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Der Northern polar haze ist wieder deutlich zu sehen (30.08.2006).
Zwei Tage später, am 30. August waren wieder deutlich mehr Wolken im Norden zu sehen (Northern polar haze). Orographische Wolken jedoch gab es diemal keine.
Wie andere Marsaufnahmen von dieser Nacht zeigen, ist meine Aufnahme zu früh entstanden. Beispielsweise zeigen Bilder von Christophe Pellier, die nur wenig später entstanden sind, dass sich bei Arsia Mons noch eine Wolke gebildet hat.
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Vielfältige Wolkener- scheinungen zeigten sich am 14. Oktober 2006.
Am vielfältigsten waren die Wettererscheinungen bei meiner Beobachtung am 14. Oktober: Die Aufnahme zeigt Sinus Sabaeus ziemlich mittig. Dazu gibt es einige Wettererscheinungen: neben der sehr dichten Polhaube im Norden gibt es zusätzlich auch leichten Dunst nahe des Morgen-Terminators. Am Abend-Terminator sieht man bei Syrtis Major eine orographische Wolke. Bei Chryse ist eine Staubwolke zu erkennen, die sich möglicherweise zu einem etwas größeren Staubsturm entwickelt hat. Solche Staubstürme werden auch als "gelbe Wolken" bezeichnet.
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Nebel am Morgen-Termi- nator und Olympus Mons. Foto vom 6. November.
Auf dieser letzten Aufnahme vom 6. November zeigt sich noch mal ein wenig Dunst am Morgen-Terminator im Bereich Mesogaea, östlich der Tharsis-Region. Besonders deutlich ist hier der riesige Olympus Mons, der besonders hell erscheint. Möglicherweise war auch er von einer Wolkenschicht bedeckt. Sein deutliches Hervortreten im Blaukanal lässt diese Vermutung zu.
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