

Jupiter ist der fünfte Planet von der Sonne aus und bei weitem der größte im Sonnensystem. Er besitzt über 60 Monde, von denen vier - Callisto, Europa, Ganymed und Io - schon 1610 von Galileo Galilei beobachtet wurden.
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Die Jupiter-Saison 2011 war nun endlich wieder eine günstige "Vorstellung" für die Beobachter in Mitteleuropa.
Der Riesenplanet tronte in über 50° Höhe am Himmel, das versprach gute Beobachtungsbedingungen.
Die erste Beobachtung fand am 3. September statt. Gegen 3:30 kam Jupiter von meinem Balkon aus in Sichtweite. Rund eine Stunde später hing die Kamera am Teleskop und die ersten großen Veränderungen im Vergleich zum letzten Jahr wurden sichtbar: das SEB ist zurück! Das Revival begann bereits Ende 2010, war für mich jedoch leider unbeobachtbar. |
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Vier Jahre habe ich nun keine Kamera auf Jupiter gerichtet, doch die Durststrecke ist fast vorüber.
Der Riesenplanet wird ab diesem Jahr für Europäer wieder brauchbare Kulminationshöhen erreichen.
Dieses Jahr werden es rund 38° sein und 2011 sogar schon 51°.
Seit meiner letzten Aufnahme im Jahr 2006 gab es einige Veränderungen in der Jupiter-Atmosphäre. Zuletzt ist das SEB scheinbar völlig verschwunden! Es ist und bleibt spannend auf dem Riesenplanet - wann wird es das Revival des SEB geben und wie wird das von statten gehen? |
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Leider erreichte Jupiter dieses Jahr nur sehr bescheidene Höhen bis ca. 25°. Daher war der Blick zum größten Planeten in der Regel eher eine Enttäuschung. Es gibt daher bisher nur eine einzige brauchbare Aufnahme.
Für einige Zeit wird das auch nicht besser werden. Denn Jupiters Deklination wird immer niedriger und erreicht 2009 mit ca. -22° ihren Tiefstand. Erst bei der Opposition 2010 erreicht Jupiter mit ca. -2° wieder eine deutlich höhere Deklination und wird für die Beobachter hier in Deutsch- land wieder interessanter. 2010 gibt es dabei übrigens eine enge Begegnung mit Uranus! |
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Leider war 2004 die Zeit um die Opposition von schlechtem
Wetter gezeichnet, weswegen ich von der Opposition kaum
Bildmaterial habe. Erst viele Wochen später wurde es et-
was besser. Unglücklicherweise wird es die nächsten Jahre
noch schlechtere Bedingungen geben, weniger wegen dem
Wetter, sondern vor allem wegen der geringen Höhe über
dem Horizont.
Zumindest gab es bei einer Beobachtung in den Alpen sehr gute Bedingungen, bei denen ich auch die Jupitermonde aufgenommen habe. Sogar grobe Albedodetails sind auf Ganymed auszumachen ! |
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Einige klare Nächte haben eine fast kontinuierliche Beobacht-
ung der Opposition möglich gemacht. Am 23.03.2003 konnte
ich sogar mein 6" Maksutov-Cassegrain von Intes voll ausrei-
zen. Mehr Details sind nur mit größerer Öffnung machbar.
Meine ersten Versuche, Oberflächendetails auf Ganymed ab- zubilden - teils auch geglückt. Ebenfalls habe ich zwei schein- bar enge Begegnungen zwischen zwei Monden beobachten und fotografieren können. |
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Da ich 2002 erst mit der digitalen Planetenfotografie ange-
fangen habe, sind die Ergebnisse eher dürftig... Das Equip-
ment war noch nicht optimal abgestimmt. Die Ergebnisse
haben mich jedoch sehr motiviert in die Videoastronomie
tiefer einzusteigen und mich mit der EBV zu beschäftigen.
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Chemische Planetenfotografie ist äußerst schwierig und verspricht nicht so viele Details, weswegen sie durch die Webcam-Technik verdrängt wird.
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